Sporthunde

Futterberatung für Hunde

Hunde, die dauerhaft oder phasenweise eine sehr hohe Leistung erbringen, haben auch einen besonderen Nährstoffbedarf, vor allem der Bedarf an Spurenelementen erhöht sich in Phasen hoher Leistung. Das gilt vor allem für Dienst- und Sporthunde.

Einsätze kosten Kraft, die wir dem Hund in Form von Elektrolyten wiedergeben sollten. Hier gebe ich Tipps für besondere Belastungen.

Das Equipment

Die Ausstattung Deines Hundes sollte immer qualitativ hochwertig sein und dem Hund zu 100 Prozent passen, um Fehlbelastungen zu vermeiden.

Bei der Arbeit am Geschirr ist ein gut passendes Geschirr mit den richtigen Druck- und Zugpunkten unerlässlich. Lass Dich auf jeden Fall im Fachhandel beraten. Das richtige Geschirr vermeidet Schmerzen und somit Fehlverknüpfungen bei der Arbeit und beugt Belastungsschäden beim Hund vor.

Verwendete Leinen sollten gut greifbar sein. Je nach Sportart empfiehlt es sich für den Hundeführer dünne Handschuhe zu tragen. Ich bevorzuge die aus dem Reitsporthandel.

Warm-Up and Cool-Down

Ein Aufwärmen vor der Belastung ist wichtig, damit es nicht zu Muskulaturschäden oder Zerrungen während des Trainings kommt. Mit Aufwärmen ist immer die Muskulatur gemeint. Der Hund muss bei warmer Außentemperatur ebenso aufgewärmt werden, wie bei kalter.

Möglichkeiten den Hund aufzuwärmen, sind das Traben mit dem Hund für mehrere Minuten, das manuelle Durchbewegen (nicht Dehnen) der Gliedmaßen und Gelenke, und verschiedene Übungen wie bspw. Slalom durch die Beine gehen lassen.

Nach dem Training ist es ebenso wichtig, Muskulatur und Kreislauf langsam normalisieren zu lassen. Je nach Belastung dauert das Cool-Down kürzer oder länger. Gehen mit dem Hund ist eine gute Möglichkeit ihn ausschnaufen zu lassen. Anschließend kann die Muskulatur gedehnt werden und/oder Massagen gemacht werden. Dehnen und Massagen sollten unbedingt fachmännisch durchgeführt werden. Falsche Ausführungen können zu Schäden im Bewegungsapparat führen. Am besten konsultiert man vorher einen Physiotherapeuten für Hunde.

Wichtig, vor allem im Winter, ist, den Hund nicht sofort ins kalte Auto zu bringen, in dem er sich stillhalten muss. Nach dem Cool-Down empfiehlt es sich, je nach Hundetyp (für einen Berner Sennen wäre das sicher nichts 😉 ) dem Hund einen geeigneten Mantel anzuziehen. Im Sommer kann eine Kühldecke helfen. Ist der Hund nass, sollte er unbedingt abgetrocknet werden!

Wässern

Bei hoher und länger andauernder Belastung empfiehlt es sich den Hund zu „wässern“. Damit hilft man dem Hund seine Körpertemperatur zu regulieren, die er alleine nur durch Hecheln ausgleichen kann.

Wässern kommt vor allem beim Ausdauersport, wie bspw. dem Zughundesport, zum Tragen. Dem Hund wird ca. 1 – 1,5 Stunden vor der Belastung Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Die optimale Menge hat man erreicht, wenn der Hund nach der Belastung keinen übermäßigen Durst hat. Damit der Hund beim Wässern auch trinkt, gibt man oft ein wenig Nassfutter oder ein spezielles Futtermittel in das Wasser.

Gerne begleite ich dich und deinen Sporthund beim Thema Ernährung und Gesundheit bei besonderer Belastung.